Liebe Leserin, lieber Leser,

auch in diesem Jahr nenne ich meinen Osterblog wieder „Lach dem Leben ins Gesicht“.

Es ist das siebente Osterfest seit Beginn der Corona-Krise – das siebente Osterfest hier in meiner Bamberger Penthousewohnung, und nach diversen Krisen sind wir offenbar schon wieder mitten in einer neuen Krise aufgrund der Entwicklungen im Nahen Osten.

Im vorigen Jahr habe ich keinen Osterblog geschrieben. Ich steckte in einer ganz persönlichen Krise: wenige Tage vor Ostern war ich gestürzt und hatte mir einen doppelten Schulterbruch zugezogen. Am späten Abend des Karfreitags blieb ich solange im Sessel sitzen, bis sich die Idee einer Lösung abzeichnete, wie es mit meiner Frieda weitergehen sollte. Denn eine hundebetreuende Nachbarin war am Karfreitag in den Urlaub gefahren, und eine andere meldete sich am Ostersonntag wegen Krankheit ab. So blieben nur noch ein Nachbar und Friedas Hundepatentante Conny, um mit Frieda Gassi zu gehen.

In der Aufbruchstimmung kurz vor Ostern war es mir zwar klar, dass das alles nicht so besonders günstig war, aber ich blieb optimistisch. Und nachdem ich über meiner Idee geschlafen hatte, setzten wir sie ab Ostermontag um: Conny fuhr mit meinem Auto, mit Frieda und mir in den Wald, wo wir sonst immer spazierengehen. Vier Wochen lang, bis zu meinem Geburtstag, dann konnte ich das wieder selbst übernehmen. Zuversicht und Optimismus gaben uns die Kraft und den Mut, das durchzuführen – und wir haben alle drei von den schönen Frühlingsspaziergängen im Wald profitiert.

Diese Zuversicht, diesen Mut und diesen Optimismus möchte ich euch mit meinem diesjährigen Osterblog vermitteln. Mein Verlag und ich, wir sind nicht die einzigen, die manchmal nicht so recht wissen, wie das alles weitergehen soll angesichts der rasant steigenden Preise für Energie, Benzin, Lebenshaltungskosten – und dazu einem schwankenden Goldkurs und sinkenen Aktienkursen an der Börse.

Doch das Osterfest ist der richtige Zeitpunkt, ein neues Leben zu beginnen. Gestern am Gründonnerstag erlebten wir den Frühlings-Vollmond. Er schaute einfach in unser Wohnzimmer hinein. Er ruft uns dazu auf, loszulassen von alten Vorstellungen und das Leben so zu genießen, wie es ist.

Schon seit einer Woche freue ich mich an dem Rosenstrauß, den ich mir zum 25. Hochzeitstag am 30. März 2026 geschenkt habe – in Liebe und Dankbarkeit für die allerschönste Zeit in meinem Leben mit meinem Hans Christian. Denn ich feiere Ostern schon seit zwölf Jahren ohne ihn.

Unser Hochzeitsspruch lautete:

„Das ist das Geheimnis der Liebe, dass sie solche verbindet,
deren jedes für sich sein könnte, und doch nicht ist und sein kann ohne das andere.“
(Friedrich Wilhelm von Schelling, 1775-1854)

Und wenige Tage vorher habe ich mir die Bamberg-Goldmünze gekauft, die 2004 als 100-Euro-Münze erschienen war und die ich bereits dreimal gekauft und wieder verkauft hatte. Neulich aber, als der Goldkurs gerade einen gewaltigen Einbruch hatte, habe ich sie mir wieder gekauft und dann am Abend ein kleines Fest gefeiert. Wie immer mit Frieda, mit dem Klarinettenquintett von Brahms und einem guten fränkischen Rotwein. Diese Münze liegt nun mit anderen Münzen im Bankschließfach und vermittelt mir ein Gefühl großer Sicherheit, dass es schon alles gut weitergehen würde. Denn das brauchen wir – bei allem optimistischen Denken „das wird schon gut gehen“.

Gestern Abend spürte ich plötzlich eine Aufbruchstimmung – aus „heiterem Himmel“ sah ich meine Zukunft plötzlich ganz klar.

Und so feiere ich Ostern wieder als Zukunftsfest, wie vor 17 Jahren erstmals mit meinem Mann. Vor sieben Jahren hatte ich beschlossen, von der Ostseeinsel Fehmarn wieder nach Bamberg umzuziehen – und heute von ich hier sehr glücklich.

 

Nachdem wir einige Jahre lang nicht planen konnten, habe ich gelernt, mich einfach auf das Leben einzulassen, so wie es ist. Immer wieder erlebe ich neue Überraschungen. Und mir kam wieder einmal der Spruch in den Sinn:

Lach dem Leben ins Gesicht – denn es liebt auch DICH

Ja, das Leben verläuft oft anders, als wir es uns wünschen oder vorgestellt haben.

Ich wünsche dir, dass auch du dich auf die Überraschungen des Lebens einlassen kannst – damit auch du immer auf der Sonnenseite des Lebens stehst! Denn wo Schatten ist, muss es auch Sonne geben. Und manchmal ist es nur ein ganz kleiner Wechsel der Perspektive, damit das Leben positiv weitergeht.

Auf meinen Bildern seht ihr oft die mächtigen Berge von Armentarola in den italienischen Dolomiten – seit Beginn der Coronakrise sehe ich sie auch auf meinem Computer und auf mehreren Bildern in meiner Wohnung. Diese Berge geben mir immer Mut und Kraft. Aber ich werde vorerst nicht dorthin fahren, denn ich bin glücklich hier in Bamberg, wo ich jeden Tag mit Frieda im herrlichen Wald spazieren gehe.

Und ich habe das Gefühl, dass ich unabhängig von dem Ort bin, wo ich gerade lebe: Denn es sind die Menschen, ob ganz in meiner Nähe oder weit weg, die mir Kraft und Mut geben.
Unser 15-jähriges Verlagsjubiläum am 11. Februar 2026 war ein schöner Anlass, das wieder ganz deutlich zu spüren – vor allem das Gefühl einer starken und produktiven Verlagsfamilie mit vielen engagierten Autoren und einem tollen Erfolgsteam.

Ich habe gelernt, dem Leben ins Gesicht zu lachen! Und erfahren, dass das Leben zurück lacht! Je mehr ich wage und meine eigenen Wege gehe, desto mehr gelingt mir. Ich bin darüber sehr glücklich.

Und ein junger Hund hat mir gezeigt, welchen Weg ich gehen werde in den nächsten Monaten und Jahren.

Die Sonne strahlt in diesen Tagen oft in mein Arbeitszimmer und ich strahle zurück. Denn ich habe in den letzten Monaten erfahren, dass man schnell neue Freunde findet, wenn man nicht jammert, sondern dem Leben ins Gesicht lacht!

Und wenn man Liebe lebt und gibt. Denn Louise Hay sagte schon:

„Liebe ist überall, und meine ganze Welt ist von Freude erfüllt.“

Ich glaube daran, dass wir mit Mut und Zuversicht eine bessere Zukunft für uns schaffen können. Eine wichtige Voraussetzung aber ist:

Lach dem Leben ist Gesicht!
Dann lacht es zurück – denn es liebt auch DICH

Ich wünsche dir ein frohes Osterfest!

Herzlichst

Deine Beate Forsbach