Musik 2017-11-06T10:11:20+00:00

 

Musik

Schon von Kindheit an wusste Beate Forsbach, dass Musik ihre Berufung war. Mit sechs Jahren brachte sie sich selbst das Blockflötenspiel bei und träumte davon, dass sie eines Tages auf einer großen Bühne auftrat und die vielen Menschen im Publikum applaudierten. Sie dachte, sie wäre noch zu klein für den Unterricht, denn ihr Bruder bekam regelmäßige Stunden. Aber in Wirklichkeit hätten ihre Eltern keine zweite Instrumentalausbildung bezahlen können.

Mit 10 Jahren bekam sie Geigenunterricht und brachte sich später selber das Gitarrenspiel bei. Sie hätte gerne Klavierspielen gelernt, aber für ein Klavier war kein Geld vorhanden. Und so suchte sie sich meistens Freunde aus, die ein Klavier hatten – dort übte sie oft, bis sie schließlich zur Konfirmation ihr erstes eigenes Klavier und mit 16 dann auch endlich Klavierunterricht bekam. Denn sie wollte unbedingt Musiklehrerin werden, um Kindern und Jugendlichen die Schönheit der Musik nahezubringen – das war etwas, was sie bei ihren eigenen Musiklehrern schmerzlich vermisste. Schon mit 16 gründete sie ihr erstes eigenes Schülerorchester, damit sie die Musik machen konnte, die Jugendliche bevorzugten.

Sie besuchte ein Mädchengymnasium, daneben das Konservatorium – denn Musik war ihr Lebensinhalt geworden. Sie spielte in einem Jugendsinfonieorchester, gründete ein Mädchen-Streichquartett und wirkte im Schulorchester mit, zuletzt als Konzertmeisterin und Solistin. Im Abiturzeugnis wurde vermerkt: „Sie hat sich seit Kl. 5 mit außergewöhnlicher Selbständigkeit für das Schulorchester eingesetzt.“

Allerdings musste sie erleben, dass die Musiklehrer der Schule ein Konzert ihres kleinen Schülerorchesters verhinderten, „weil auch die Jungen vom Jungengymnasium dabei waren“. Sie fand einen Weg, trotzdem eine Veranstaltung zur Begrüßung des neuen Schulleiters durchzuführen – mit Hilfe der Schülermitverwaltung und einiger engagierter junger Lehrer. Von da an ließ sie sich niemals mehr von etwas abhalten, was sie unbedingt wollte.

Nach dem Abitur 1971 studierte sie Schulmusik, Germanistik, Mathematik sowie Pädagogik, Psychologie und Philosophie an der Musikhochschule und Universität in Köln. Neben dem Studium unterrichtete sie an ihrer alten Schule, wo sie ab 1979 als Studienrätin begann. Sie baute Schulchöre und ein Schulorchester auf – und erlebte fünf Jahre später die erste heftige Enttäuschung ihres Berufslebens: Das Gymnasium wurde zugunsten einer Gesamtschule geschlossen. Später kehrte sie von der Gesamtschule zum Nachbargymnasium zurück und gründete eine Big Band, die große Erfolge feierte und weit über die Grenzen des Niederrheins bekannt wurde.

Im Musikunterricht führte sie zunehmend innovative Projekte durch, die sie in der Lehrerfortbildung weitergab. Um künftig junge Musiklehrer ausbilden zu können, begann sie ihr Promotionsstudium an der Musikhochschule Köln, das sie 2005 an der Universität der Künste in Berlin abschloss. Zu diesem Zeitpunkt war sie nicht mehr im Schuldienst.

Im Dezember 2015 begann sie wieder mit dem Klavierunterricht bei einem renommierten Lehrer in Lübeck. Ihr Repertoire umfasst inzwischen Stücke von Bach, Brahms, Chopin, Schubert und Schumann.

Klavierspielen

Brahms – Endlich loslassen